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01.05.05

CfP: U-Bahnanschluss mit Alpenblick, sinn-haft nr. 20

sinn-haft nr. 20, Jänner 2006
U-Bahnanschluss mit Alpenblick. Neuformulierungen des urbanen Raums

Was ist eigentlich gegenwärtig eine Stadt? Wo beginnt sie? Wo hört sie auf? Inwiefern ist sie funktional gegliedert und welche neuen Zonierungen werden von wem und warum vorgenommen?

Diese und andere Fragen stellt die Nr. 19 der sinn-haft, Zeitschrift zwischen Kulturwissenschaften gemeinsam mit dem Projekt „Stark reduziert!“ (Manuela Barth, Barbara U. Schmidt). Im Zentrum des Interesses stehen urbane Räume und jene Veränderungen, denen diese momentan unterworfen sind. Einerseits möchten wir materialnah vorgehen und „Ausweitungen der Konszumzone“ anhand konkreter Beispiele dokumentieren (Shopping Malls, Wohnbau, Stadtplanung), andererseits werden Menschenbilder, Diskurse und Konzepte, die die die Neuformulierung urbanen Lebens (Übergang, Transparenz, Verbindung, Entgrenzung) unterfüttern, unter die Lupe genommen.

Ideale von Harmonie, Konsens und Individualität grundieren gegenwärtig wieder einmal stadtplanerische Utopien, aber wie sieht die tatsächliche Nutzung all dieser Räume aus, die ein Ineinanderfließen von Arbeit, Freizeit und Wohnen versprechen? Was heißt Partizipation im Zeitalter der Event-Kultur? Warum sind Übergangsfiguren im Moment so en vogue? Und nicht zuletzt: Wie umgehen mit solchen Veränderungen, die kulturkritischen Affekten recht wenig Angriffsfläche bieten?

Auf der materialen Ebene möchten wir danach fragen, wie in den neuen Ensembles NutzerInnen neu geordnet und verteilt werden und was an den Rändern urbaner Erlebniswelten zu finden ist (falls diese Ränder noch auffindbar sind). Wir möchten aber auch im Detail nachfragen, wie sich das Verhältnis von Investoren, StadtpolitikerInnen, MarketingexpertInnen, NutzerInnen und Medien in Bezug auf diese Phänomene ausgestaltet.

Die Vorgangsweise ist wie immer inter- und transdisziplinär orientiert: Beiträge aus allen Disziplinen sind herzlich willkommen, auch und besonders historische. Artikel sollten an einem essayistischen Stil orientiert sein und eine Länge von 18.000 Zeichen nicht wesentlich überschreiten. Bildmaterial, Kurztexte und Geschichten sind ebenfalls sehr erwünscht.

Redaktionsschluss ist der 1. September 2005.

Bitte senden Sie Ihren / sende Deinen Beitragsvorschlag an die Mail-Adresse redaktion@sinn-haft.at.


Ein ausführlicher Hintergrundtext findet sich hier.

Posted by karin at 10:24 | Comments (0)