23.02.04
elffriede ist online
elffriede verschönert die sinn-haft mit ihren zeichnungen seit der nummer 7 "dinner for cyborgs".
die neue elffriede-homepage ist: www.elffriede.net
aktuell an elffriede ist außerdem, dass sie nun auch ein film ist und als solcher: "langewurstzeichnung" auf der diagonale läuft: http://diagonale.at
schaun sie sich das an!
20.02.04
Inhalt: Inmitten der Dinge
Inhalt
Ankka, Järkäle, Kaskelotti
Über Mediologie: Ein Gespräch
Régis Debray
Der doppelte Körper des Mediums
Birgit Lang
Die Katze, der Cyborg:
Betrachtungen am Ende einer langen Reise
Agnieszka Dzierzbicka
Von einäugigen Teddybären, abgeschmuddelten Polstern
und Schmusedecken: Im Zweifelsfall für eine Bindung an Objekte
Marie Glaser
Nachdenken über eine Obsession oder:
wenn ich schlafe liegt mein Handy neben mir
Thomas Ballhausen
Gemeinsame Güter: Ein Bescheid aus der Parallelwelt
Oliver Uschmann
Assoziative Hyperlinks: Vom Umgang mit den Dingen in der
jüngsten deutschen Literatur
Jürgen Engel
Kunst und Honig
Elke Krasny
KünstlerInnen-Alltagsdinge
Jutta Franzen
Die Einkaufstasche
Saskia Haag
Stifters "Dichtung des Plunders"
Christian Haug
Playmobil: Technik, Projektionsfläche, Gesellschaftsattrappe
Anette Hülsenbeck / Ellen Harlizius-Klück
Hahnentritte, oder: Über die Liebe im Stoffmuster
und den Satz des Pythagoras
Sergius Kodera
Passions, unlimited & bonds, diversified:
the transformation of magic in the philosophy
of Giordano Bruno
Tobias Nanz
Zur Sichtbarkeit der Dinge
Kerstin Andermann
Dinge und Körper: Zwei Korrelate der lebendigen Wahrnehmung
Holger Schulze
Das pedantische Leben
Jens Kastner
"Gegen die Abstraktion des globalen Kapitals":
Das Foto als Transporter: Allan Sekula und postmoderne
Fotografie ohne Postmoderne
Lawrence Grossberg
Neoliberalismus - eine ökonomische Verschwörung?
Marcus Hammerschmitt
Chance
CfP Theorie Erzählungen TM
sinn-haft. nr. 18: Theorie Erzählungen TM. Persönliches Sprechen vom eigenen Denken
Theoretisches Sprechen ist persönliches Sprechen. Du bist kein anonymes Erkenntnissubjekt und ich auch nicht. Angestellten von Truthmaking Inc. wird das Sprechen über ihre situativen Denkanlässe, ephemeren Selbstwahrnehmungen und intimen Erfahrungen im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit jedoch immer noch eher selten gestattet.
Subjektiv, privatistisch und partikularistisch lauten die Vorwürfe, bis zum Arbeitsverbot können sie führen. Nicht nur Mobbing lauert, auf Dauer kommen die ganz normalen, institutionell vorgebahnten akademischen Ausschlussmechanismen zum Tragen. Die Empfindungsgenauigkeit, unser genuines Erfahrungssubstrat und unsere individuell-motivierende Erlebnisweise werden deshalb vorsorglich überformt von Theorie-Architekturen, ängstlich auf Widerspruchsfreiheit hin zugegipst - und das innerhalb einer massenmedialen Tektonik, die Privates, Intimes und Nebensächliches bombastisch inszeniert und bis in die hintersten Ecken grell ausleuchtet.
Sicher, Genieglaube und Betroffenheitsfreudigkeit sorgen dafür, dass die persönliche Inszenierung als wissenschaftliche Inszenierung ihren Marktwert hat. Doch wie ist der Versuch zu denken, persönliches Sprechen mit Präzision zu verbinden? Eben jene, diese, unsere Empfindungsgenauigkeit sprechen zu lassen?
Erzählen wir also von unseren Theorien, von uns selbst, von unseren Selbsttheoretisierungen. Die sinn-haft lädt ein zu einem methodologischen Selbstversuch: Eine Versprachlichung unseres Denkens auszuprobieren, die sowohl thetisch argumentiert als auch die persönlichen Entstehungszusammenhänge des Argumentierens situativ erzählt. Die unsere Erfahrung transzendierendes Denken erzählerisch einbettet in die Immanenz unseres je individuellen Lebenszusammenhangs.
Das wollen wir proben: Persönliches Theoretisieren, im Bewusstsein der außerpersönlichen Situiertheit jeder Erfahrung und jenseits der larmoyanten Selbstinszenierung. Eine erweiterte Form von Quellenkritik. Das Selbst als Quelle der Motivation, wissenschaftlich zu arbeiten. Als Begleiter, Träger, als Störfaktor und Produkt.
Wie wäre es, eine direkte Begriffs- und Theoriearbeit zu ergänzen um die Erzählung der persönlichen Denk- und Forschungssituation? Theorie Erzählungen, die unsere Anlässe des Denkens und Untersuchens miterzählen, selbstkritisch und tastend. Unsere Neigungen und Aversionen, Denkgefühle und Theorieahnungen, Sackgassen und fehlgeleitete Euphorien - unser Involviertsein, unser Unverständnis. Und vielleicht auch dies: unseren Umgang mit der Zensur im Kopf, die uns dazu antreibt, stets auf der Seite der Erfolgreichen zu bleiben.
Die Phänomene bleiben unbeherrschbar, in, um uns. Und dennoch versuchen wir sie und uns sprachlich zu formulieren. Zu formen.
Be brave - be personal!
Damit sinn-haft nr. 18 formbar wird: Bitte übersenden Sie /
übersendet möglichst bald aber spätestens bis 15.4.2004 einen
Themenvorschlag und die geschätzte Länge des Beitrages an:
schulze@udk-berlin.de oder redaktion@sinn-haft.at.
Redaktionsschluss ist der 15. Juni 2004, erscheinen soll die
sinn-haft im Herbst 2004.
Bereits jetzt online! Der Beitrag von Holger Schulze zur Theorie Erzählung als Wegzehrung & Appetizer -> Vom Wissenschaftlichen Sprechen
