22.10.03
to be done
was auf der homepage noch getan werden muss:
- such-templates anpassen: es gibt jetzt eine globale suche über movabletype, aber die ergebnisseiten sind noch unschön
- archiv alter nummern: ist im prinzip fertig, nur ein problem bei der sortierung (alphabetisch, und nicht umgekehrt chronologisch). noch nicht online verlinkt
- links und about-us sind noch nicht in movable-type integriert (einbinden von externen seiten via mt-include file (?!)
ein paar sahnehäubchen:
- nach was gesucht wurde
- drucken-css
- handheld version
- trackback untiefen ausloten
....
a neverending story
20.10.03
CfP Inmitten der Dinge
Inmitten der Dinge. Über Mediologie
Manche werden es schon immer gewusst haben: sinn-haft tendiert animistisch. Die kommende Ausgabe – die 17. – besinnt sich der Einsicht, dass Dinge bewohnt sein können: Dinge fesseln, Dinge verzaubern, sie werden geliebt und gehasst, erinnern uns, reden mit uns, werden um den Hals und an Wände gehängt, manchmal vergraben, von der Brücke geworfen, sind hinterhältig, geduldig, eigensinnig ... sinn-haft Nummer 17 ist ein Versuch in Umverteilung von Subjektivität. Aber mehr noch: Nicht nur die Dinge werden wir als bewohnt aufsuchen, zugleich werden sich auch die Menschen als durchlässig und in einer Weise bewohnbar erweisen, dass sie mit den Dingen in Feldwirkungen treten, an sie gekoppelt oder – inmitten der Dinge – gar mit ihnen verflochten erscheinen. – Wo Ich war, werden Dinge sein? //
Vorerst bleibt alles beim Alten: keine Großtheorie, in der das Medium zum neuen transzendentalen Subjekt würde, keine zeitdiagnostische Spekulation, kein neuer Schlüssel zur medialen Konstitution der Lebenswelt. Während Régis Debray, als er das Wort „Mediologie“ erfand, einen Flirt mit Auguste Comte im Sinn gehabt haben mag, bleibt sinn-haft bei der kleinen Form. Wir wollen uns den vielen Dingen zuwenden, mit denen wir vernetzt leben, unseren Alltag verbringen, mit denen wir wohnen, die wir einkaufen, verbrauchen und gebrauchen. Das folgt wohl einer „mediologischen“
Inspiration: nicht primär nach der symbolischen Ordnung fragen, nach den feinen Unterschieden, den Identitäten oder der Macht, sondern nach dem, was Dinge tun, und wie wir uns mit ihnen verbinden. - Vielleicht liegt darin auch die Fortsetzung einer Beziehungsgeschichte: sich Zeit nehmen für die Dinge, und ihnen unsere Sprache leihen.
Wir wollen in dieser sinn-haft doppelt sehen lernen, nämlich den doppelten Körper des Mediums: Wir möchten uns mit den materiellen wie symbolischen Dimensionen der Gegenstände befassen und mit den Verbindungen, die zwischen ihnen und der Menschengesellschaft bestehen. Auf mediologisch: Uns interessiert das Verhältnis von „organisierter Materie“ zu „materialisierter Organisation“.
Wir möchten aber auch wissen, welche epistemologischen und gesellschaftstheoretischen Konsequenzen ein mediologischer Blick hat: Denn der Transport von Dingen, Menschen und Ideen (Logistik, Kommunikation,
Gedächtnispolitik) schafft das Milieu kollektiven wie individuellen Handelns. Wie kann in so einer Matrix Denken und Handeln bestimmt werden? Was wird als Handlung definiert, was wird sichtbar, was wird wirksam? Wer oder was wird überhaupt als handlungsfähig definiert? Kann es tatsächlich ein „Parlament der Dinge“ geben, das nicht öko-essentialistisch ist?
Auch das werden einige schon gewusst haben: Wir müssen „friends of interpretable objects“ werden um unsere Beziehung zu den nicht-menschlichen Wesen zu erfassen oder wie es Donna Haraway ausdrückt, zu einem „companionship“ mit den Dingen finden. Wir können dann in zwei Richtungen weiterfragen: Was tun die Dinge und was tun sie mit uns? Und: Wie geht es uns, den Menschen, in der Dingwelt?
Schreiben Sie also über ein Ding, das Sie lieben oder über ein Hassobjekt oder über ein Arrangement von Dingen oder über ein Netzwerk aus menschlichen und nicht-menschlichen Wesen. Die Inhalte können von reflexiven Beiträgen zur Mediologie bis zu ihren ganz persönlichen Obsessionen reichen, stilistisch ist wie üblich alles von wissenschaftlich bis literarisch erlaubt und Bildbeiträge haben wir auch sehr gern.
Haben Sie übrigens schon mal was vom „messy syndrome“ gehört? Darunter leidet der/diejenige, der/die die Dinge nicht mehr in Schach halten kann. Lassen wir sie doch in der nächsten sinn-haft wenigstens kurz überhand nehmen. Auf eine „messy“ sinn-haft!
Damit aber die Produktion nicht im Chaos versinkt: Bitte übersenden sie / übersendet möglichst bald aber spätestens bis 15.11. einen Themenvorschlag und die geschätzte Länge des Beitrages an: redaktion@sinn-haft.at. Der Redaktionsschluss ist der 15. Jänner 2004, erscheinen soll die sinn-haft im März 2004.
14.10.03
inhalt der sexnummer
Ab sofort ist die sinn-haft nr 16, die langersehnte sexnummer im gut sortierten buchhandel erhältlich - bzw. kann bestellt werden (isbn: 3-85409-391-8).
Inhalt der Sexnummer
- Maria-Christina Lutter Vom Reden darüber, ES zu tun. Sechs Beobachtungen. Ein Polylog.
- Theresa Öhler Settling for Butterflies. Vom Ende einer Sexkolumne
- Sergius Kodera Sex and the Renaissance, Europe 1450-1600
- Susanne Hehenberger Sünde, Verbrechen, Perversion. Diskursive Konstruktionen sexueller Devianz im Wandel
- Evelyne Polt-Heinzl Erste Begegnungen. Aus dem literarischen Lehrbuch vom gelungenen Aufriss. Inszenierungen, Erzählstrategien, verdeckte Beobachtungen
- Doris Wallnöfer Kultique: Stop Making Art War!
- Florian Nelle Vom Geschlechtsverkehr zum Datenverkehr. Sex im Zeitalter virtueller Automobilität
- Thomas Jöchler Programm telephonisch zu erfragen
- Karin Harrasser und Else Rieger Love / Not / Sex Sex / Not / Love Not / Love / Sex Not / Sex / Love
- Ralph Gabriel, Julia Pichler und Marc Aschenbrenner History Log
- Bernhard Wieser Das Phantom der Lust und das Auge des Betrachters
- Martin Tauss Sex and Drugs and Rock`n`Roll. Libidinöse Rekonstruktionen im globalen Pop-Museum
- Katerina Kratzmann Pamela Anderson oder „Was ist sexy?“
- Nicole Kandioler Geständnisse der Logozentrikerin
- Ortrun Hopf Steif in der Scheide ihrer Keuschheit. Serieller Sex und die Inseln der Gegenwarten der Catherine M.
- Karl Kilian "Schuster bleib’ bei deinen Leisten?" Überlegungen zu einem möglicherweise problematischen Beitrag im Sammelband zum Schwulen Literaturpreis 2002
- Anno 1911
- Julia Reuter Zwischen den Geschlechtern
- ER Schwanz oben oder unten
- Michael Gümbel Phallus
- Michael Gümbel Verwirrung im Gefüge des Begehrens
- ER Sex also I-III
- Theresa Öhler Willst du mit mir spielen?
- Thomas Jöchler ——-Ursprüngliche Nachricht——-
07.10.03
die blog-architektur der neuen sinn-haft homepage
so schaut das jetzt also aus:
- ein weblog als archiv, die jeweiligen nummern als kategorien
- ein weblog als weblog wie bisher
- ein weblog als startseite; auf dem werden über das mt-other plugin die anderen weblogs mit ihren aktuellsten einträgen verlinkt. passt!
(haken: durchs exportieren muss das alles immer wieder rebuilded werden, da wirds wohl einen cronjob brauchen)
05.10.03
von gm zu mt
das sinn-haft weblog hat sich wieder verändert. begonnen hatte es mit blogger, dann kam greymatter und jetzt ist es movable type. mal sehen, was die diskussionen hier bringen werden ;)
