29.07.03
spät gefunden, aber doch gepostet: weitere luxuriöse bildchen
...es war eine rauschende ballnacht...









und zu guter letzt...
16.07.03
sexverschwinden
auch auf die gefahr hin jetzt allen ganz furchtbar auf die nerven zu gehen und sehr impertinent zu sein, möcht ich nach der heutigen diskussion mit thomas und esa doch noch mal meine fragen zum thema "es gibt heute keinen sex mehr" bzw. "sex hat heute kein geheimnis mehr" artikulieren.
ich glaub, eins meiner grundlegenden verständnisprobleme besteht darin, dass die aussage "heute ist sex allgegenwärtig, alle reden überall immer davon,
aber niemand hat mehr sex, weil es keinen sex mehr gibt" und die aussage
"sex hat heute nichts geheminisvolles mehr" sich eigentlich genau widersprechen. (bitte widersprecht mir, wenn ich diese standpunkte falsch wiedergebe! ist ja nicht so, dass ich so ganz nüchtern gewesen sei heut abend) weil ja das reden über den sex gerade das geheimnisvolle schafft. genauso wie die aussage "es gibt heute keinen sex mehr" impliziert, es habe "früher" einen gegeben.
für mich wäre es wohl auch hilfreich, die arten, in denen über sexgesprochen wird, die ihr meint, zu klären: werbungsversprechen, stammtischwitze, kollegengespräche, intellektuelle dekonstruktivistInnen???
was ist gemeint? vielleicht müsst auch mal geklärt werden, was denn überhaupt mit dem begriff"sex" gemeint ist? ist das, wovon wir reden nicht vielleicht die veränderung in der konnotation dieses begriffes?
ich hab ja in der yoghurt-diskussion drauf hingewiesen, dass ich (die ich ja derzeit kein verschwinden des sex konstatiere) in diesen werbungen mehr ein eigenständiges körperideal als einen sex-kompatiblen körper beworben sehe. ich denke, es gibt so was wie ein fitness-ideal, das sex eher als fußnote kennt, der narzistisch perfekte körper. der nutzt sex nur, um noch perfekter zu werden. deshalb leuchtet es mir nicht ein, zu meinen, die werbung, die auf die perfekten (letztlich: verschwindenden) körper abzielt, ziele in letzter instanz auf sex ab, womöglich noch auf besonders glücklichen, perfekten, weil mit einem
besonders gelücklichen, perfekten körper.
da sehe ich, die ich ja durchaus kein allgemeines "verschwinden" des sex konstatiere, eher eine asexualisierung des körpers infolge seiner instrumentalisierung als soziales instrument und brain-zulieferer körpereigener power-stoffe.um so verwirrender für mich ist es, diese werbewelt mit "sex" zusammenzubringen und gleichzeitig davon zu sprechen, es gebe heute keinen sex mehr.
und, aus meiner perspektive: dass körper heute asexualisiert betrachtet und verkauft werden, heißt doch nicht, dass es keinen sex und kein heilsversprechen des sex mehr gäbe. ich sehe das als parallel funktionierende märkte. märkte, die nicht zuletzt zeitgenössische formen des privaten (sex) und des öffentlichen (fitness) körperbenutzens, ihre abgrenzungen und ihre verschwimmungen, repräsentieren und ausformen. auch wenn heute (tatsächlich im gegensatz zu früher) überall (fast-)nackerte werbung für irgendwas machen, hält sich die zahl der öffentlich sex praktizierenden ja immer noch sehr in grenzen. und ich weigere mich, mit oder ohne kommunen, entschieden zu glauben, die "generation golf" praktiziere weniger sex als ihre eltern!
es mag sein, dass sich heute utopien gerne an technisierten, sexualisierten körpern festschreiben und barbarellas orgasmenmaschinchen out ist.
aber trotzdem gibts m.e. immer noch sehr wirkkräftige sexheilsversprechen und die dazugehörenden konsumentInnen. und, last but not least, sex als alltägliche lebenspraxis jeglicher generation. dass die versprechen wie die praxis veränderungen unterworfen sind - keine frage. aber: verschwinden - no!
was die frage der verschwundenen sexkinos betrifft und die sache mit dem sex und den medien, hm, wär das nicht eher ein thema für karin?
ich hoffe meine verständnisresistenz nervt euch nicht zu sehr und sage danke für einen sehr feinen spätabend und sehr spannende diskussionen.
12.07.03
let´s talk about sex
dienstag 15.juli um 21:30 öffentliche sinn-haft redaktionssitzung (let´s talk about sex) mit screening von "sex in the city" im mediencamp am karlsplatz10.07.03
back to the future
versorgungssicherheit und arbeitsplatzsicherheit [geschwafel, geschwafel] - das, meine damen und herren, ist der weg zurück in die vergangenheit!
khgeh heute auf einer pressekonferenz... er weiß schon, warum er in seine ich-ag investieren muss. insofern dürfte es ihm doch gar nicht so viel ausmachen, wenn er zurücktreten müsste...

