sex and the city.

wer hat darüber noch nicht mit freundInnen debattiert. schrecklich und schön, das, was männer schon immer befürchtet haben: wie frauen "wirklich" sind. oder aber eine einfache überzeichnung von sehr alltäglichen dingen...

jetzt wäre es schön, wenn ihr uns mitteilt, was ihr von dieser lieblingsserie haltet: dafür oder dagegen, wie man so schön sagt. differenzierungen aller art sind aber erlaubt.

einfach hier posten oder mailen an redaktion@sinn-haft.at.

... und natürlich hat das was mit der sinn-haft "sexnummer" zu tun!

esa am 16. Mai 2003, 01:05

Kommentare

zuerst ganz platt: im zweifelsfall dafür; allein deshalb, weil man so schön mit leuten drüber reden kann, v.a. über die massenhaft dekonstruierbaren klischees; das macht spass. außerdem muss junk von zeit zu zeit sein! was ich blöd finde: die figuren sind zu platt: "typen" und "muster" ok (s.o.), aber es gibt keine geschichten hinter den leuten, nix für die fantasie - das ist wie der unterschied zwischen pornografie und erotik!

kommentiert von: Christina Lutter @ 17.06.03 16:22

die "geschichten hinter den leuten" sind doch die eigenen geschichten, die man beim anschauen quasi einfügt, und die das ganze dann total bedeutsam machen! das ist nur dann fantasielos, wenn es dazu dient, das eigene immer wieder zu bestätigen. ich find, dass das wesentliche an der serie das ist, dass es immer vier frauen und vier geschichten zu einem thema gibt, und durch diese anhäufung an klischees werden sie ironisiert und aufgehoben. es bleibt so eine mischung aus verwirrter identifikation und faszination. und das verhindert eben ein glattes einfügen in das eigene erleben, sorgt immer für brüche.

kommentiert von: esa @ 22.06.03 21:54

ja, vier zum preis von einer geschichte. das ist schon sehr schön. ABER: dafür dass es wirklich zu brüchen in der wahrnehmung kommt ist carrie (heißt sie so?) einfach zu dominant, finde ich. frau übernimmt ja doch am ehesten ihre bewertung der situationen, n'est c'est pas? außerdem gings gestern kaum um sex, sondern um so ein weichspüler-freundschafts-ding. gähn ...

kommentiert von: karin @ 25.06.03 12:48

stimmt - und damit steht ihre geschichte, ihre version der suche nach der großen liebe im vordergrund. sie ist die, die letztlich die erlebnisse der anderen kommentiert, aus einer allwissenden perspektive heraus, was eigentlich sehr komisch ist. sie hat eine doppelrolle - die als verstrickte person und die als allwissende kommentatorin, als autorin der kolumne "sex and the city", die über sich und die anderen schreibt. insofern ist sie dominant, tritt aber zwischenzeitlich einen schritt zurück, indem sie ihr erleben neben das der anderen stellt. ad gähn: das beste an der folge von dieser woche war ihr dramatisches grünes augen make-up. auf einen one-night-stand zu verzichten, damit man im alter seine freundinnen (und ein gruppenfoto von ihnen) hat... das ist schon wieder eine moral-schiene, die nicht mit der hölle, aber der einsamkeit und unversorgtheit im alter droht... insofern auch ziemlich alt.

kommentiert von: esa @ 26.06.03 12:59