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Ein Essay über Zeiten, in denen
die Old Economy noch ziemlich jung war, den Umgang der Stadt Wien mit
ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft, über die
Industrialisierung Ostösterreichs und den Versuch, mit Wasser
Kohle zu machen sowie über einen schmerzhaft deutlichen
Zusammenhang von Liquidität und Liquidierung in zeitlicher
Aufeinanderfolge
Eine Redaktionssitzung der sinn-haft
brachte mich zum ersten Mal in die Hafengasse. Hafengasse, das war
klar, der Name sagte es, das konnte nur irgendwo draußen,
Richtung 11. Bezirk, Richtung Albern, Richtung Winterhafen sein. Von
einem anderen Hafen in Wien hatte ich noch nie gehört. Mein
Stadtplan war dann allerdings anderer Ansicht. Die Hafengasse
präsentierte sich recht zentral, mitten im dritten Bezirk, quer
zum Rennweg, nahe dem mir als typische enge Wiener Wohngegend
bekannten Fasanviertel. Ganz in der Nähe las ich einen Namen,
der so lang war, dass der ihm am Plan zugewiesene Raum nicht reichte:
Platz der Opfer der Deportation.
Ich fuhr in die Hafengasse. Den dritten
Bezirk kenne ich ziemlich gut. Das, was ich sah, kannte ich nicht.
Jedenfalls nicht aus Wien. Eine Schneise quer durch bebaute
Stadtlandschaft, eine Baustellen-Wüste, geziert von Sandbergen
und einzelnen Arbeitsfahrzeugen. Als wäre der Berliner
Mauerstreifen mitten in Wien. Mit dem Unterschied, dass die Häuser
auf den Seiten so gar nicht abgeschnitten wirkten, das waren ganz
normale Wiener Wohnhäuser, die da unvermittelt einem breiten
Streifen Nichts Platz machten; teilweise waren unterirdische
S-Bahngleise mit hohen Trassen freigelegt. Rechts und links davon
Häuser, die den Eindruck einer lange schon vernarbten Wunde im
Stadtinneren entstehen ließen. Mitten drin, auf der
Rennwegseite, zwei neue Geschäftskomplexe, Möchtegern-Geld.
Richtung stadtauswärts, nach der Kreuzung der
Adolf-Blamauer-Straße, einfach nur noch Nichts. Da war einmal
etwas, da war jetzt Nichts. Kleine Bungalows der TU, eine Tankstelle
und ein Würstelstand, der mit handgeschriebenen Werbetafeln
versucht auf sich aufmerksam zu machen.
Ich suchte den Platz der Opfer der
Deportation. Ich fand ihn nicht. Das lag daran, dass das betreffende
Straßenschild halb umgekippt und von allerlei Gegenständen
verstellt war. Müllcontainer, Baupaletten, Bauholz, ein
abgestellter Einkaufswagen, Strandgut einer Großstadt-Baustelle.
Der niedrige Zaun, der den Platz mit dem Gedenkstein in der Mitte
begrenzt, wirkte fehlplatziert. Nur die Fliederbüsche, die
Begrenzung des Platzes Richtung Altwarencontainer, haben ihrer
Umgebung etwas entgegenzusetzen: Im Frühjahr bilden sie eine
blühende Kulisse für Bauholz und abgestellte Autos.
Ich zog in die Hafengasse. Der Weg
entlang der Aspangstraße, vorbei am Platz der Opfer der
Deportation, vorbei an dem kaum frequentierten Busparkplatz, vorbei
an der ungeregelten Kreuzung der Adolf-Blamauer-Straße mit dem
Schnellbahnschranken und vorbei am stets verwaisten Parkplatz vor der
Einmündung der Hafengasse in die Aspangstraße, diese
Strecke wurde mein täglicher Weg. Ein Weg von einer Weite und
Offenheit, wie sie die dichtbebaute Fläche drumherum kaum
stärker kontrastieren könnte. Kiesberge, überwuchert
von kleinen Büschen, Sand, den der Sommerwind hin- und herträgt,
eine menschenleere Fläche. Baufahrzeuge schauen hier wie
Spielzeug aus. Eine Eingangsschneise in die Stadt, offenliegend und
verwaist. Eine vergessene Landschaft, in der Mitte hinter dem
Bahnschranken ein kleines Betonhäuschen mit dem Schild:
"Aspangbahnhof Stellwerk 2". Die Tafel verschwand eines
Sonntagmorgens im August. Das war die einzige augenfällige
bauliche Veränderung, die ich während meiner sieben Monaten
in der Hafengasse beobachten konnte.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich bereits,
warum die Hafengasse Hafengasse heißt und wie der Platz der
Opfer der Deportation entstand. Zu dieser Zeit kannte ich auch schon
den nahe meiner neuen Heimat entlangführenden Radweg mit dem
irritierenden Namen "Am Kanal".
"Aller Orten meldeten sich Leute,
die wegen versumpfter Felder, versäuerter Wiesen, verdorbener
Feldfrüchte und Brunnen, Entgang der Fischerei usw.
Ersatzansprüche stellten. Am ärgsten war Lanzendorf
betroffen worden. Das Kanalwasser hatte die Gebäude unterwaschen
und dem Einsturz nahe gebracht. Die Franziskaner des Klosters
Maria-Lanzendorf erhoben schwere Klage. Kniefällig baten sie um
Hilfe, da ihre Keller und Grüfte tief unter Wasser standen und
sie ihre Toten nicht mehr beerdigen konnten. Aber auch im
Bürgerspital zu St. Marx hatte das Wasser arg gehaust und der
Wirt, der Wagner und der Schmied führten Klage." (Dieses
und alle folgenden Zitate, sofern nicht anders gekennzeichnet: Riebe
1936)
Und:
"Der Wettstreit ging weiter. In
der Folge führten die Bewerber die mannigfachen Vorteile für
die österreichische Industrie ins Treffen. So begehrte Franz
Rouland, Inhaber der k.k. landesprivilegierten Metall- und
Stahlwarenfabrik, ein Gefälle zur Errichtung einer Walze und
anderer Werke, Feilenhauer Deutschmann zur Erzeugung von
Feineisenwaren, die die englischen Produkte verdrängen sollten,
Paul Szabo zur Gründung einer Mustermühle mit 24 Gängen,
Karl Rogge von der Wieden zu einer Weißgerberwalke. Wilhelm
Gagg aus Konstanz redete der Erzeugung von Hafengrütze das Wort.
Die Schiffsmüller Pöck vom Tabor und Adam Derffel von der
Brigittenau, die durch die Franzosen um ihre Werke gekommen waren,
baten um Verleihung eines Gefälles als Schadensersatz."
Industrialisierungsrausch und
hochfliegende Pläne einer noch jungen Old Economy, die vorerst
nur zu kniefällig vorgetragener schwerer Klage führten,
weil nicht nur alle Felle, sondern sogar die Toten davonzuschwimmen
drohten: Dieser Versuch einer Öffnung Richtung Südosten,
der Versuch, Austausch zu betreiben, Verkehr fließen zu lassen,
zu Wasser und später auf Schienen: All das hat einen Namen -
die Hafengasse ist nach einem ehemals dort endenden Kanal benannt,
dem sogenannten Wiener Neustädter Kanal. Auf den Kanal folgte
die Aspangbahn, teilweise direkt in seinen aufgelassenen Trassen. Die
heute verwaist wirkende Einfallsschneise in die Stadt war lange Zeit
eine wichtige Öffnung von drinnen nach draußen und von
draußen hinein. Ein Einfallstor der Hoffnungen und Pläne -
auf diesem Weg wurden die Ziegelsteine für den Bau der
Ringstraße transportiert und hier sollte den Wienern einst das
ungewohnte Produkt Steinkohle als Heizmaterial nahegebracht werden,
wobei dieser, am Widerstand der Bevölkerung scheiternde Plan nur
die pragmatisch-ökonomische Seite eines ursprünglich
umfassenden Projektes war, der Stadt Wien mittels eines
großangelegten Kanalnetzes einen Zugang zur Adria zu
verschaffen. Und auf dieser Strecke entledigte sich 250 Jahre später
die Stadt Wien ihrer noch verbliebenen Juden. Auf dem Gebiet des
früheren Hafens entstand der Aspangbahnhof, jener Bahnhof, von
dem aus 1943/44 die Züge Richtung Theresienstadt und Auschwitz
fuhren.
Die Geschichte des Wiener Neustädter
Kanals und der Aspangbahn birgt in sich eine kleine Kultur- und
Industriegeschichte des östlichen Österreichs. Die
erhaltenen Teile des Kanals gelten heute als Industriedenkmal, sie
finden sich außerhalb Wiens.
Wie die Zukunft der Wiener Hafengasse
und ihrer Umgebung aussehen wird, bleibt abzuwarten. Die sogenannten
Aspanggründe, heute weitgehend brachliegende Fläche
inmitten der Stadt, umfassen ca. 28 Hektar. Für dieses Gebiet
zwischen den Häusern hat der Stararchitekt Norman Foster einen
Masterplan entwickelt, mit einem See in der Mitte eines autofreien
Gebietes und zwei stufenförmigen 110-Meter-Häusern als
Abschluss des Geländes. Sie sollen das sogenannte Eurogate
bilden, ein Symbol für die Integration in die EU. Nicht nur
angesichts der Lage im Südosten Wiens, in Ausrichtung auf
EU-Erweiterungs-Gebiet, erscheint fraglich, was für eine Art
Offenheit diese symbolische Öffnung darstellt - ein
Hineinholen, die Vereinnahmung des ehemaligen Ostblocks, ein Tor in
die goldene Marktwirtschaft, ein Ausflussloch des €-Landes? Geht
es eher um Liquidität des Kapitalismus oder um die Liquidierung
des ehemaligen Staatskommunismus? Geht es wirklich hinaus und hinein?
Oder zeigt das ruhige Seewasser doch eher den Stillstand eines
einseitigen Verkehrs, der nicht fließt, sondern nur ein
Abflussloch braucht? Und das an einer Stelle, an der einst unter
erheblichen Schwierigkeiten Wasser zum Fließen gebracht worden
war?
"Der Wiener Hafen aber behielt
gar kein Wasser. Erst nach Verschüttung eingesunkener Brunnen,
Keller und anderer Hohlräume und Dichtung des Grundes nach
Hanauers Methode gingen die Versickerungen nach und nach zurück."
Um das Wasser im frischerbauten Wiener
Neustädter Kanal nicht einfach in den Untergrund verschwinden
sondern auf ein bestimmtes Ziel hin fließen zu lassen, musste
Hanauers Methode nicht nur im Bereich der Stadt Wien angewendet
werden:
"Obwohl die ganze Piesting ... in
das Gerinne floss, gelangte das Wasser nicht einmal zu der 500
Klafter entfernten Lichtenwörther Brücke. Es benetzte nur
die Sohle des Kanals und sobald der Zufluss nachließ, trat es
wieder zurück. Das Steinfeld hatte bei der ersten Anlassung fast
den ganzen Kalten Gang verschluckt. Um das Gerinne hier wasserdicht
zu machen, ließ es Schemerl nach der Methode Ritter von
Hanauers aufackern, berieseln und mit einer großen Anzahl
Pferde treten."
Das Saatgut dieses seltsamen Beackerns
eines künstlich errichteten Sumpfes war die Hoffnung, aus
gezielt fließendem Wasser Geld machen zu können. Eine
Saat, die nur an manchen Stellen und nach sorgfältigen
"Nachbearbeitungsmaßnahmen" für einzelne
Beteiligte aufging. Die rasanten Transformationen der ursprünglichen
Gesellschaft zur Erbauung des Kanals stellen jede Firmengeschichte
der New Economy in den Schatten der Historie. Ganz abgesehen vom
Ausmaß der absichtlich oder unabsichtlich betriebenen
Misswirtschaft und der gelungen inszenierten persönlichen
Bereicherung verschiedener Beteiligter, insbesondere einiger
kaiserlicher Beamten.
Nach Jahren der Misswirtschaft wurde
der mittlerweile dem Kaiser gehörende fertige Kanal von Wien bis
kurz hinter Wiener Neustadt mitsamt allen beteiligten
Wirtschaftszweigen im Mai 1822 an die von Graf Moriz Fries
geschaffene "K.k priv. Kanalbaugesellschaft" verpachtet,
den Direktor des angesehenen Bankhauses Fries & Co. Ende
desselben Jahres ging das Unternehmen bankrott und Fries setzte sich
in die Schweiz ab.
Das nötige Geld für den im
Pachtvertrag als Bedingung festgeschriebenen Weiterbau des Kanals
hatte Fries durch Aktien der neugegründeten Gesellschaft
auftreiben wollen; Aktien, deren Ausgabe nach der Fertigstellung des
ersten Teilstückes der Verlängerung zu erfolgen hatte.
Diese Teilverlängerung sollte nach Ödenburg/Sopron zum
Brennberg führen, um endlich die dort abgebauten Steinkohlen auf
dem Wasserweg nach Wien bringen zu können. Diese Verbindung
Österreichs mit Ungarn via künstlichem Fließwasser,
eine unhinterfragte Voraussetzung der mehr oder minder weit
reichenden Kanal- und Industrialisierungspläne, die am Ufer des
Wiener Neustädter Kanals Pate standen, diese Verbindung war
bereits früher am Widerstand der ungarischen Grundbesitzer
gescheitert.
"Da aber der Kanal erst nach
Erreichung der Brennberger Gruben ein besseres Erträgnis
abzuwerfen versprach, so wünschte der Monarch dringend seine
Fortsetzung. Allein die ungarischen Grundherren wollten von den
Eindringlingen nichts wissen und vereitelten den Bau. ... ‘Die
Wasserscheide auf der Pöttschinger Heide war erreicht, der
Betrieb eingerichtet. Man machte sich an die Fortsetzung nach Ungarn.
Das Geniekorps nivellierte und trassierte darauf los. Da kamen die
dortigen hohen Grundherren mit Protesten und Klagen über
Schädigung ihrer ererbten Rechte, verhinderten die weiteren
Aufnahmen und wandten sich an Kaiser Franz. Dieser soll selbst eines
Tages zur Verhandlung erschienen sein, um die Bedenken der
Grundherren zu widerlegen. Umsonst. Sie gaben nicht nach und der
Kaiser erklärte, das Projekt nun ganz fallen zu lassen. Auf der
Neudörfler Brücke holten die erschrockenen Kavaliere den
Wagen des Kaisers ein und beteuerten, in alles willigen zu wollen.
Der Kaiser blieb aber bei seinem Ausspruch.’" (Itzeles
1909, zitiert nach Riebe)
Von Anfang an stand der Versuch, Wasser
als Verkehrsweg auf künstlich angelegten Wegen fließen zu
lassen, um Wien in den Mittelpunkt pulsierender Geldströme zu
stellen, unter keinen guten Zeichen:
"Plötzlich drohten
Kriegsunruhen den Kanalbau ganz lahm zu legen. In dieser Bedrängnis
rief man mit Einwilligung des Kaisers Sträflinge zum Kanalbau
... Man schickte die Leute unter gehöriger Bewachung nach Wien
und quartierte sie in den ehemaligen Narrenkottern des St. Marxer
Spitals ein. Am 3. Juni 1799 arbeiteten sie zum ersten Male
öffentlich und in Eisen und Banden am Rennweg. Wien bot wieder
einmal das empörende Schauspiel, wie es eine Schar gefesselter
Verbrecher, solange solche zum Gassenkehren und zur Befestigung der
Wienufer verwendet wurden, den Augen der Bevölkerung gewährte
und Kaiser Leopold zur Abstellung veranlasst hatte. Der unangenehme
Eindruck, den der Anblick der Leute und das Klirren ihrer Ketten auf
die Vorbeigehenden machte, und Bedenken für die Sicherheit der
Stadt hatten diese Verordnungen verfügt."
Eindrücklicher könnte wohl
die Ambivalenz von Einschließen und Ausschließen kaum
werden als durch den grundlegenden Faux Pas der Moderne, ausgegrenzte
Delinquenten, die im Inneren der Gesellschaft eingeschlossen gehören,
der Öffentlichkeit vorzuführen. Der Bau des Kanals, dieses
Prestigeprojektes der verzögerten Industrialisierung
Ostösterreichs, geriet durch die Franzosenkriege mehrfach ins
Stocken; aus Personalmangel wurde auf Häftlinge zurückgegriffen,
deren bereits als atavistisch empfundener öffentlicher
Arbeitseinsatz die Arbeiten weiterfließen lassen sollten.
Solche Problematik lässt dem noch jungen Kanal keine gute
Zukunft prophezeien.
So scheiterte prompt nicht nur der
bereits erwähnte Plan der Kanalbauer, auf diesem Weg die Kosten
für den Transport von Steinkohle so zu senken, dass diese ein
attraktives Heizmittel für die rasch wachsende Bevölkerung
Wiens würde. Dem kaiserlichen Haushalt bescherte das Bauwerk vor
allem Verluste und innerhalb kurzer Zeit war es als Handelsweg schon
nicht mehr up to date und wurde durch die neue Innovation Eisenbahn
abgelöst: "Die Zeit der Kanäle schien vorbei, nicht
jedoch die der großangelegten Pläne, für deren
Scheitern die Monarchie prädestiniert schien. Die Zugverbindung
Wien - Saloniki sollte entstehen, sie endete allerdings in
Aspang." (Flanner/ Pühringer o.J.) Dass derzeit die
Großbaustelle in Wien hauptsächlich dem Neubau der
teilweise den alten Trassen folgenden Flughafenschnellbahn dient,
erscheint in diesem Zusammenhang der Verkehrswege und Ströme
kaum verwunderlich. Wien hat offenbar im Südosten eine größere
Offenheit und einen sehr viel stärkeren Wunsch nach Anschluss an
den Strom vorbeiziehender Güter und Werte, als seiner
Bevölkerung und seinen Besuchern bewusst ist.
Auf der Kulturseite des ORFonline ist
zu lesen, Norman Foster und sein Team habe das geschichtsträchtige
Gebiet des früheren Hafens und des ehemaligen Aspangbahnhofes
besonders inspiriert. Foster hat weitreichende Erfahrungen mit
geschichtsträchtigen Baugründen, siehe den Reichstag in
Berlin. Dennoch ist zu hoffen, dass diese Aussage ohne genaue
Kenntnis der Geschichte getroffen wurde, denn die Deportation der
Wiener Juden ist kaum als inspirierend zu bezeichnen. Viel eher ist
anzunehmen, dass hier die gleiche Unkenntnis vorliegt, die die Stadt
Wien gegenüber der Geschichte dieses Gebiets wie auch gegenüber
Fosters immerhin nicht gerade unbedeutenden Planungen an den Tag
legt: Wer weiß schon, dass Wien einen Zugang zur Adria erhalten
sollte? Und wer kennt den Platz der Opfer der Deportation? Außer
jener Handvoll BewohnerInnen des angrenzenden Bezirks, auf deren
engagiertes Betreiben hin im Jahr 1992 der Platz diesen Namen und
sein heutiges Aussehen erhielt? Und wer in Wien weiß etwas
davon, dass für die Aspanggründe ein Masterplan von Norman
Foster vorliegt?
Literatur
Flanner, Karl / Pühringer, Andrea
o.J.: Der Wiener Neustädter Schifffahrtskanal. Skriptum des
Museums und Archivs im Viertel unter dem Wienerwald
"Industrieviertelmuseum" Wiener Neustadt
Itzeles, Louis 1909:
Schifffahrtsprojekte der Josephinischen Zeit / Mitteilungen des
Zentralvereins für Fluss- und Kanalschifffahrt in Österreich
Riebe, Valerie Else 1936: Der Wiener
Neustädter Schifffahrtskanal. Geschichte eines
niederösterreichischen Bauwerkes von seinem Entstehen bis zur
Gegenwart. Wiener Neustadt (Gutenberg)
http://www.orf.at/orfon/kultur/981102-1015/1018txt_story.html
mehr Informationen über den
Masterplan Aspanggründe, sowie generelle Informationen zur
Stadtentwicklung Wiens:
http://www.magwien.gv.at/stadtentwicklung/erdberger_mais/index.htm
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