SPEED KILLS SPEED
Wissenschaftsentertainment zur modernen Raserei
Samstag, 2. 12. 2000, 19.00 Uhr
Podroom, Joanelligasse 7, 1060 Wien
Das Automobil:
Metapher für die Moderne als Mobilisierungsprozeß.
Heute werden uns sowohl das Auto als auch die Moderne vermehrt
problematisch, weil "zu schnell". Wie lassen sich Geschwindigkeit und
Regulierung, Freiheit und Kontrolle vereinbaren?
Sei es die Regulierung, die ein ausufernder Individualverkehr nötige machte,
seien es die technischen und politischen Fragen öffentlicher Sicherheit, die
mit der Beschleunigung der Kommunikation (bis zum Internet) auftreten - die
Parallelität von technischem Fortschritt und Forderungen nach individueller
Freiheit produziert immer neue Herausforderungen.
Ist Geschwindigkeit als Kulturmodell also in der Krise?
In Ergänzung zur eben erschienenen Sinn-haft nr. 8 - "auto-mobile" -
möchten wir Sie zu diesen Fragen zu einem diskursiv-rekreativen Abend ins
Wiener Podroom einladen.

Programm
19.30 Begrüßung, Kurzstatements zum Thema
19.45 Vortrag Prof. Treusch-Dieter
Diskussion
Pause
20.45 Präsentation der Installation Brainracing
Zeit zum "Brainracen"
Diskutieren, Small talk, Buffet
ab 22.00 dj ara & dj mam
house, elektro, detroit techno
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Prof. Dr. Gerburg Treusch-Dieter
*1939; nach anfänglicher Theaterlaufbahn Wechsel zur Wissenschaft. Studium
der Soziologie, Psychologie und Literaturwissenschaft an der Universität
Hannover. Habilitation an der Freien Universität Berlin: Von der sexuellen
Rebellion zur Gen- und Reproduktionstechnologie, 1990. Arbeitsschwerpunkte
sind kulturwissenschaftliche Fragen im Spannungsfeld Antike - Moderne -
Postmoderne.
Gerburg Treusch-Dieter lehrt Soziologie an der Freien Universität Berlin und
an der Universität Wien. Sie ist Mitherausgeberin von "Ästhetik &
Kommunikation" sowie der Berliner Wochenzeitschrift "Freitag".
SHIFZ
sind durch diverse Ausstellungen und Installationen in Wien und Berlin
bekannt.
"Brainracing" ist eine Autorennbahn und mehr: nämlich experimentellen
Erkundung von Feedback-Prozessen und der Relativität von Steuerung.
Freiwillige lassen sich an Sonden anschließen, die ihre Gehirnaktivität
messen. So können sie durch "Denken" die Geschwindigkeit der Rennautos
"steuern", während sie das Publikum auf Monitoren dabei beobachtet.
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dj ara & dj mam
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