sinn-haft [nr 5] - juni 1999
[Staatsarchitektur]

Genaueres zum Buch "Staatsarchitektur" findest du hier.

Von Migrationspolitiken und Asylgesetzen, und ihren politischen, ökonomischen und kulturellen Implikationen

"Räume und Orte, Orte und Räume - es sind diese beiden Achsen, an deren Schnittpunkt sich das Sein als Materie manifestiert. Denn in der Überschneidung von Raum und Zeit nehmen Körper Gestalt an. Zugleich sind diese Körper über die Diskurse der Zeit markiert. Sie werden über soziale Praktiken bezeichnet und in unterschiedliche institutionelle und diskursive Genealogien eingeschrieben. Diskurse wiederum werden innerhalb gesellschaftlicher Kontexte produziert, reproduziert und ausgehandelt. Nicht jeder Diskurs nimmt eine hegemoniale Position in der Beschreibung und Erklärung von Welt, Menschen und Dingen ein, ihre Verbreitung und Durchsetzung hängt von politischen und historischen Bedingungen ab. Die hegemoniale oder marginale Position von Diskursen unterliegt daher gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen. Die europäischen Darstellungs- und Repräsentationstechniken sind nicht in einem herrschaftsfreien Raum entstanden. Sie sind Effekte der diskursiven Genealogien des Kolonialismus, Rassismus und Imperialismus. Die Konzepte, mit denen Welt, Menschen und Dinge erklärt, bezeichnet und analysiert werden, sind demnach nicht Ergebnisse individueller Denkprozesse, sondern immer auch Ausschnitte von Denksystemen bzw. Wissensproduktionen, die zu einem bestimmten Moment in einem konkreten Raum entstanden sind. Die Ausschließung und Minorisierung der MigrantInnen und Flüchtlinge vollzieht sich auf der Grundlage staatlicher Politiken, die zwischen 'Ausländern' und 'Inländern' trennen."

Encarnación Gutiérrez Rodríguez: Verortungsstrategien intellektueller Frauen im Kontext der Arbeitsmigration, in: "Vor der Information" 7/8: "Staatsarchitektur", S.44

Interview mit Jo Schmeiser geführt von: Sabine Sölkner und Heidi Niederkofler

Wir möchten dieses Zitat voranstellen, da der diesmalige sinn-haft-Schwerpunkt sich um Raum und Zeit dreht, und auch der Titel "Staatsarchitektur" den materiellen Effekt des Prozesses der Strukturierungen von Räumen benennt. Der Plan/Entwurf und seine Verhältnismäßigkeit erscheinen uns hierbei wichtig, die Frage nach den Kräften und Durchsetzungslogiken dieser Architektur. Wie habt ihr "Staatsarchitektur" diskutiert, an welchen Konzepten von Räumen arbeitet ihr euch ab?

Wichtigster Ausgangspunkt für das Buch war, sichtbar zu machen, daß und wo jeder/jede Teil hat an der Reproduktion von Rassismus und Sexismus. Sie sind keine "Phänomene", sondern Strukturen, die dieser Gesellschaft zugrundeliegen, mit ihren völkischen und patriarchalen Traditionen und deren aktuellen Fortführung zu tun haben. Es kann daher auch für keine/n von uns ein Außerhalb dieser Strukturen geben. An dieses Wissen, das MigrantInnen und Minorisierte erarbeitet haben, knüpft sich die Frage, welche "Räume" antirassistischer feministischer Politik es für Mehrheitsösterreicherinnen geben kann. Was folgt auf die Auseinandersetzung mit unserer majoritären, privilegierten gesellschaftlichen Position? Und unter welchen Bedingungen ist eine Zusammenarbeit von Nicht-Migrantinnen und Migrantinnen möglich und politisch sinnvoll? Im Editorial von "Staatsarchitektur" haben wir geschrieben, dass Formen der Zusammenarbeit mit MigrantInnen und Minorisierten auf allen Ebenen von Projekten (Planung, Entscheidung und Durchführung) zu entwerfen sind, und dass dies jenseits thematischer Reduktion auf die Themen Rassismus oder Migration geschehen muss. Diese Forderung vertreten feministische Migrantinnen seit Jahren. Mehrheitsösterreicherinnen wie wir beginnen erst jetzt, sie aufzunehmen. Und oft sind wir dabei an der Reproduktion von alten Hierarchien beteiligt. Z.B. von struktureller Diskriminierung, wenn migrantische Positionen und Politiken vereinnahmt werden, während Definitionsmacht bei den Mehrheitsösterreicherinnen und Hierarchien somit unverändert bleiben. Die Redaktionsarbeit an "Staatsarchitektur" lag bei Marth und mir. Insofern kann das auch uns vorgeworfen werden. Wir haben bestimmt, editiert, geändert. Der Versuch, MigrantInnen und Minorisierte in Entscheidungen einzubeziehen, ist im Buch zwar gelungen. Aber die Übersetzung in die redaktionelle Struktur, d.h. ein Verhältnis 50:50 bei der Redaktionsarbeit, haben wir nicht geschafft. Welche will schon als "Quotenmigrantin" unter der Rubrik "Redaktion" gelesen werden? Dieser Hintergrund zeigt die Problematik, von "gleichberechtigter Zusammenarbeit" zu sprechen. "Gleichberechtigung" ist auch in Mikrostrukturen, wie unser Projekt eine ist, noch immer Utopie. Denn sie hängt nicht nur von Einzelpersonen, ihren Intentionen und Handlungen ab, sondern auch vom gesellschaftlichen Kontext, den Rechten und Positionen, die dieser zu- oder abspricht, und von den Effekten, die er auf Mikrostrukturen hat. "Gleichberechtigung" ist solange Utopie, solange die einen gesellschaftliche und politische Rechte genießen, die den anderen verwehrt werden. Konflikte wie diesen haben wir in "Staatsarchitektur" versucht, sichtbar zu machen und zu diskutieren. Ihr habt nach Konzepten für Räume gefragt. Wir sehen die Arbeit an Staatsarchitektur als unabgeschlossen. Als einen Schritt in der Auseinandersetzung, die weitergehen muß, um zu Räumen und Orten zu führen, wo feministische antirassistische Politik möglich ist, die von Migrantinnen und Mehrheitsösterreicherinnen zu gleichen Teilen bestimmt und erarbeitet wird.

Die Affirmierung von sicheren, eigenen Orten (im abstrakten wie im konkreten) ist politischer Selbstbetrug. Ebenso kann die Proklamation von Ortlosigkeit durch Majorisierte einen Ohnmachtsdiskurs der TäterInnen darstellen, der die Unterschiedenheit in den Bedingungen und Voraussetzungen der eigenen Handlungsermächtigungen ausblendet, insofern er Differenz nicht als Ausgangspunkt für Veränderung anerkennt, sondern gleichmachenderweise Privilegien und Interessen negiert. Was heißt handeln, angesichts dieser Subjekt-Objekt-Struktur?

Vielleicht läßt sich das anhand des Produktionsprozesses von "Staatsarchitektur" am besten erläutern. Durch die Kritik von beteiligten Migrantinnen(gruppen) wurden "eigene Orte", wie ihr sie nennt, Konzepte, Fragestellungen, Strategien und Strukturen permanent in Frage gestellt und haben sich in und nach Diskussionsprozessen auch verändert. Doch ist die Umsetzung der Einsicht bekanntermaßen meist einige Schritte hinterher. Du hast noch keine Idee, wie sich etwas, das Du gerade zu begreifen beginnst, in die Praxis übersetzen lässt und bist trotzdem bereits gezwungen, Entscheidungen zu treffen, zu handeln. Selbst wenn Du mehr Zeit hättest, würde das nicht helfen. Denn beim Handeln, bei Fehlern, Fallen und Fehltritten wird erst deutlich, was Du verstanden hast und was Du vorher aufgrund Deiner bestimmten gesellschaftlichen Positioniertheit noch gar nicht begreifen konntest. Gerade in bezug auf antirassistische Praxis gibt es kein richtiges Handeln. Diesbezüglich werden wir auch oft mißverstanden. Manche lesen z.B. das Editorial als "political correct", als Anleitung für korrektes Handeln, das wir schulmeisterinnenhaft erworben hätten und mit dem wir andere maßregeln wollten. Der Text spricht aber über eine bestimmte Situation, über einen Zeitpunkt, zu dem wir so gehandelt haben und warum wir dies taten. Das Buch hat damit begonnen, die eigene privilegierte Position zu thematisieren, die eigene Verstrickung in rassistische Strukturen zu diskutieren, das Wissen und die Arbeit von Migrantinnen(organisationen) zu repräsentieren. Der nächste Schritt ist die strukturelle Umsetzung der proklamierten Formen der Zusammenarbeit zwischen Majoritären und Minoritären: das Entwerfen von Produktionsstrukturen, in denen Privilegien umverteilt, Differenzen respektiert, Konflikte ausgehalten und ausgehandelt werden, das Überlegen von Strategien, die gemeinsames feministisches antirassistisches Handeln jenseits repressiver Harmonie und Stellvertreterinnenphantasie ermöglichen.

StellvertreterInnenpolitik, als Konsequenz und Recodierung von Rassismus charakterisiert den politisch-öffentlichen Ort. Worin seht ihr die Möglichkeiten, die Reproduktionsbedingungen von Rassismus zu stören?

Eine Möglichkeit sehen wir zum Beispiel in der kritischen Auseinandersetzung mit den Repräsentationspolitiken von Bildern und Texten zu den Themen Rassismus, Migration, Illegalisierung oder Integration. Mit struktureller Veränderung der Gesellschaft müssen auch andere Formen der Berichterstattung und Diskussion einhergehen. Die Bilder und Sprachen, mit denen veröffentlicht, sichtbar gemacht wird, sind immer wieder auf ihre politischen Bedeutungen und Konsequenzen zu befragen, zu ändern und neu zu entwerfen. Während der Arbeit am Buch haben wir sehr viel über Strategien der Öffentlichkeitsarbeit antirassistischer Gruppen und Organisationen diskutiert. Das spezifische Wissen über die Ursachen und Hintergründe rassistischer Politiken, das diese Gruppen in ihrer Praxis erarbeiten und auch anwenden, schlägt sich in ihrer Öffentlichkeitsarbeit meist nur in Ansätzen nieder. Allzuoft wird auf gängige Repräsentationsformen zurückgegriffen, die das Gegenteil dessen erzeugen, was sie politisch erreichen wollen. Bezeichnend war hier der Unterschied zwischen Migrantinnengruppen und majoritären Organisationen. Migrantinnenorganisationen überlegen sehr genau, was sie öffentlich thematisieren und in welcher Form sie dies tun. Majoritäre dagegen sehen Veröffentlichung meist als per se positiv, und merken nicht, dass Sichtbarmachung die Betroffenen auch gefährden kann. Der Ansatz des Buches war daher nicht nur, eine Auseinandersetzung zu fördern und über Formen der Zusammenarbeit von Minoritären und Majoritären nachzudenken, sondern auch, unterschiedliche Arbeitsfelder zu verbinden, d.h. die spezifischen Kenntnisse und Kompetenzen, die in den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Sozial- und Politikarbeit erarbeitet werden, zu bündeln, um Rassismen und Sexismen wirksamer entgegentreten zu können.

Die Förderung einer multikulturellen Repräsentation in unserer Gesellschaft macht es leicht, sich einer gleichberechtigten, demokratischen Illusion hinzugeben. Solange Ausschluß- und Diskriminierungspraxen nicht thematisiert werden, kann man offen für den/die andere/n sein und die nicht stattfindende oder gescheiterte Kommunikation entäußern, ohne die eigene Toleranz und Weltoffenheit in Frage stellen zu müssen. So hat z.B. die im Februar in Österreich angelaufenen Kampagne 'kein mensch ist illegal' das eigene weiße, antirassistische Selbstverständnis als herrschaftsfunktional aufgezeigt. Was kritisiert ihr als Feministinnen an bestehenden engagierten Gruppen und was bedeutet das für eine autonome Frauen/Lesbenarbeit?

Wir kritisieren zum Beispiel, dass bei vielen engagierten Gruppen wie auch der österreichischen Kampagne 'kein mensch ist illegal' kaum MigrantInnen(gruppen) in Koordinations- und Entscheidungsfunktionen repräsentiert sind. Auch feministische bzw. FrauenLesben(gruppen) nicht. Diese strukturelle Nicht-Präsenz schlägt sich auch inhaltlich nieder. So wird hier erneut der übliche Opferdiskurs reproduziert - die Betroffenen stehen im Zentrum der Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne, werden in Bildern und Texten zu Objekten gemacht, anstatt als handelnde politische Subjekte sichtbar zu werden. Warum stehen nicht die Profiteure von Illegalisierung - Firmen, die sich Sozialversicherungsbeiträge sparen oder sogar Löhne vorenthalten, Fluggesellschaften, die Abschiebungen abwickeln oder MehrheitsösterreicherInnen, die Illegalisierte denunzieren - im Zentrum der Auseinandersetzung? Dies natürlich vor dem Hintergrund der ökonomischen und politischen Zusammenhänge gedacht, und nicht als Darstellung von Einzelfällen. Unserer Ansicht nach sollte die Kampagne einen Schwerpunkt auf die Vermittlung der Hintergründe von Migration und Illegalisierung legen: d.h. * die österreichische Gesetzeslage deutlich machen, die Illegalisierung systematisch produziert * erdeutlichen, dass MigrantInnen in die G7-Staaten kommen, weil eben diese Staaten die wirtschaftliche und politische Situation ihrer Herkunftsländer durch Investitionen, Abkommen, Kredite, politische und militärische Intervention produziert haben * über Möglichkeiten konkreten Handelns gegen Rassismus im Alltag informieren * die Auseinandersetzung mit frauenspezifischer Flucht, Migration und Illegalisierung vorantreiben. Es müssten auch die Mittel solcher Öffentlichkeitsarbeit, wie vorher bereits angesprochen, kritisch diskutiert werden. Öffentliche Sichtbarmachung und Diskussion sind wesentlich für jedes Engagement gegen die vielen Formen von Rassismus und Sexismus, die in Westeuropa institutionalisiert und gerade in Österreich besonders verfestigt sind. Zugleich aber wirft jede öffentliche Thematisierung von rassistischer und sexistischer Gewalt viele Fragen und auch Probleme auf: * Wer macht sichtbar? * Was wird sichtbar gemacht? * Von welcher gesellschaftlichen Position aus und in welcher Öffentlichkeit geschieht dies? * Führt das Sichtbar-Machen zu Diskussion und als Konsequenz zu gesellschaftlicher Veränderung? * Oder führt es im Gegenteil zu voyeuristischer Exponierung der Personen, die mit Rassismus und Sexismus konfrontiert sind, wodurch die Strukturen und Machtverhältnisse, die diese ermöglichen, unverändert bleiben? Für eine autonome Frauen/Lesbenarbeit bedeuten diese Überlegungen zuerst einmal die Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass antirassistische Arbeit permanent an Migrantinnen delegiert wird. Das führt dazu, dass diese zunehmend die Lust an gemeinsamer politischer Arbeit verlieren. Ein Effekt rassistischer Strukturen ist ja, dass sie weißen Staatsbürgerinnen die Ausübung künstlerischer oder wissenschaftlicher Berufe ermöglichen, während sie die Berufschancen von Migrantinnen mit gleicher Ausbildung und Qualifikation auf Jobs in Beratungsstellen reduzieren. Und das wirkt auf FrauenLesbenKontexte insofern, als sich Versuche, Bündnisse zwischen Majoritären und Minoritären herzustellen, als äußerst schwierig erweisen. Denn für Migrantinnen, die täglich Unterstützungsarbeit in Beratungsstellen leisten, bedeutet ein solches Bündnis zum einen die Verdopplung ebenjener Arbeit, die sie ohnehin täglich machen. Zum anderen heißt das, die Energie aufzubringen, Strategien und Vorgehensweisen, die in den eigenen Strukturen längst klar und jahrelange Praxis sind, immer wieder von neuem erklären zu müssen. Zu überlegen ist daher, wie majoritäre FrauenLesben(gruppen) Arbeit von Migrantinnen(gruppen) unterstützen bzw. übernehmen können, wie diese von einer Zusammenarbeit mit uns profitieren können, und nicht umgekehrt.

 

Als Ausgabe 7/8 der Zeitschriftenreihe "Vor der Information" ist ein Buch mit dem Titel "Staatsarchitektur" erschienen. Im Buch heißt es hierzu: "Der Begriff 'Staatsarchitektur' wurde aus politischen Gründen gewählt. Er soll unterstreichen, daß die Auseinandersetzung mit Rassismen und restriktiven Einwanderungsbedingungen bei der Mehrheitsgesellschaft (der weißen Mehrheit und der von ihr gewählten politischen Vertretung) beginnt, die diese produziert. Damit soll zum einen der Blick auf die (historischen bzw. zeitgenössischen) Strukturen, Bilder und Diskurse gelenkt werden, die solche Politiken legitimieren. Zum anderen wollen wir so jenen Diskursen etwas entgegensetzen, die Rassismen an den Frauen, Männern, Jugendlichen, Kindern abhandeln, die täglich mit ihnen konfrontiert sind." Nicht Rassismus als Problem von MigrantInnen wird verhandelt, sondern der Dominanz- und Absicherungsmechanismus der Mehrheitsgesellschaft wird zum Ausgangspunkt von Überlegungen genommen. Staatsarchitektur ist eine gelungene Verbindung kritischer Berichterstattung über westeuropäische Migrations- und Asylpolitiken und der Darstellung unterschiedlichster antirassistischer Projekte und Widerstandsformen, sowie der Analyse von medialen und öffentlichen Diskursen und deren Räume. Vor dem Hintergrund der Verknüpfung von künstlerischen und theoretischen Zugängen nehmen Fragen nach Strukturen von Repräsentation und Kommunikation, also der institutionalisierten Reproduktion von Rassismen in Kultur, filmischer Produktion und Wissenschaft, einen hohen Stellenwert ein. Der oft geübten Übereinstimmung von Hilfsorganisationen und Mainstreammedienstrategien, die auf Einzelfalldarstellungen, als gängiges Mittel zur "Sichtbarmachung" von Rassismus, zurückgreifen und beispielsweise die illegalisierte Frau ins Zentrum stellen, wird ein Zugang gegenübergestellt, der nach sozialen, politischen, geschlechtsspezifischen und ökonomischen Bedingungen von Migration, Rassismus und Illegalisierung in unterschiedlichen kulturellen Q Kontexten fragt. Die Vorführung von MigrantInnen als "Opfer, denen geholfen werden muß" wird verstanden als ein Unsichtbarmachen und Zementieren von rassistischen Interessen der Mehrheitsgesellschaft. Das Buch fordert zu einer Auseinandersetzung über linke und feministische Repräsentationsformen auf, indem auf textueller wie visueller Ebene die angenomme Herausforderung kollektiver Produktionsweisen innovativ wirkt: eine aufwendig layoutierte Hypertextstruktur, sowie neu entwickelte Formen visueller und textueller Kommunikation, wie short, interline oder roundtexte. Die Zeitschrift setzt sich zum Ziel "Information zu produzieren, die um den Prozeß ihrer Entstehung weiß und diesen auch zur Diskussion stellt." "Staatsarchitektur" ist im engagierten Buchhandel erhältlich und kann für 220.- öS (excl. Versand) bestellt werden unter: "Vor der Information", Säulengasse 7/15, 1090 Wien (Tel./Fax: 01/ 319 05 61; Email: vor.ri@eunet.at)

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